Bürgerversammlung in Ettringen
im Café Kellerberg
am 09.07.2019
Beginn: 20.05 Uhr

Anwesend waren 10 Gemeinderäte, mit 2. BGM Herrn Scherbaum, Herr Maier von der Polizei Bad Wörishofen, Frau Dübbel und Herr Hundsberger vom Pflegedienst Intakt, Herr Schuster von der WBG Mindelheim, 2 Vertreter der Presse und ca. 50 Gäste
Herr Bürgermeister Sturm begrüßte die anwesenden Gäste und gibt an Herrn Maier von der Polizeiinspektion Bad Wörishofen das Wort. Herr Maier präsentiert die Kriminal- und Verkehrsstatistik der PI Bad Wörishofen vom vergangenen Jahr. Zu Beginn gibt er bekannt, dass das Leben in Ettringen „sicher“ ist. Die Wohnungseinbrüche sind im Vergleich zum Vorjahr rückgängig. Bei den 78 Verkehrsunfällen im Jahr 2018 ist die Anzahl zum Vorjahr zwar gestiegen, aber die „Schwere“ der Verletzten nimmt glücklicherweise ab. Durch Ablenkung der verwendeten Technik im Auto (z.B. Handy, Navi) werden die meisten Unfälle verursacht. Auch Fahrten mit erhöhtem Alkohol- oder Drogenkonsum nehmen stetig zu. Im ganzen Dienstbereich der PI wurden 65 Unfälle durch Alkohol und 12 Unfälle durch Drogenkonsum verursacht. Die Wildunfälle gingen leicht zurück. Herr Maier appelliert an die Besitzer der neuen zugelassenen Elektroroller, dass auch hier die 0,5 Promille Grenze gilt.
Herr Schuster von der WBG in Mindelheim informierte, dass bereits die ersten Wohnungen in der „Sozialen Mitte“ an die Eigentümer übergeben wurden. Zum 01.10.19 wird dort auch eine Tagespflege angeboten. Am Samstag den 28.09.19 findet in der Hauptstraße 13 ein „Tag der offenen Tür“ statt, hierzu sind alle Bürger recht herzlich eingeladen. Die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) gibt auch gerne Anregungen, wie sich der Dorfkern verändern könnte, wenn leerstehendes Eigentum anders genutzt werden würde.
Frau Dübbel und Herr Hundsberger vom „Intakt Pflegedienst Türkheim“ stellen sich vor.
Herr Hundsberger gibt auf folgende Fragen ausführliche Antworten:
1. Warum braucht man eine Tagespflege?
2. Was passiert bei einer Tagespflege?
3. Was kostet eine Tagespflege?
80% der pflegebedürftigen Personen werden von ihren Angehörigen selbst gepflegt.
Neben Job, einer „eigenen“ Familie und einer zusätzlichen Pflegetätigkeit
kommen oft die eigenen Bedürfnisse zu kurz. Zur Entlastung der Angehörigen
besteht die Möglichkeit, die Dienste einer Tagespflegeeinrichtung zu nutzen.
Die zu pflegenden Personen verbringen den Tag in der Einrichtung und
werden abends wieder nach Hause gebracht. Im Gemeinschaftsraum werden
Mahlzeiten eingenommen und verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Das
Angebot geht von „Zeitung vorlesen“ über „Spielenachmittage“ oder
individuelle Betreuung, je nach Gesundheitszustand des Einzelnen. Es sind 15
Plätze in der Tagespflege zu vergeben. Das Team vom Pflegedienst steht
gerne für ein persönliches, kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung.
Frau Fendt möchte wissen, ob die Bewohner der „Sozialen Mitte“ verpflichtet
sind, den Pflegedienst Intakt zu nehmen, falls ein Bedarf besteht. Hierzu
besteht keine Verpflichtung, laut Frau Dübbel.
Herr Sturm bedankt sich beim Gemeinderat für die gute Unterstützung von
Anfang an, obwohl das Projekt anfangs auf wenig Interesse bei den Mitbürger
stieß.
Zum Haushaltsplan ist zu erwähnen, dass es sehr erfreulich ist, dass 2018
keine Schulden in der Gemeinde vorhanden waren.
Die Straßenbaumaßnahmen in der Watzmannstraße beginnen noch im Juli
und dauern voraussichtlich bis November. Nächstes Frühjahr wird die Sankt-
Martin-Straße saniert.
Die Staatsstraße bei Traunried ist soweit fertig gestellt. Bei der noch
fehlenden Strecke (ca. 600 Meter) gibt es noch keine Zustimmung seitens des
Anliegers.
Herr Polansky lobt die gelungene „Soziale Mitte“, stört sich aber an dem
„Dreckhaufen“ auf dem Grundstück der Firma Maurer. Herr Sturm erklärt,
dass im Dorfgebiet die Nutzung des Eigentums jedem freigestellt ist. Es ist
schwierig etwas „dagegen“ zu unternehmen. Das Grundstück wird vorwiegend
als Lagerplatz genutzt.
Frau Brenner lobt die Pflege des hiesigen Friedhofes. Weiter möchte Sie
wissen, ob der Gemeinschaftsraum der Gemeinde in der „Sozialen Mitte“
auch gemietet werden kann. Frau Strüwing ist Ansprechpartnerin für diesen
Raum.
Frau Fendt möchte noch wissen, welches Klientel in der „Soziale Mitte“
gewünscht ist. Herr Schuster erklärt, dass es bei den Eigentumswohnungen
keinerlei Vorschriften gibt. Er informiert, dass alle Wohnungen verkauft sind.
Die beiden Wohnungen der Gemeinde werden vorzugsweise an ältere oder
behinderte Menschen vermietet.Herr Martin H. bemängelt den Internetauftritt
der Gemeinde. Herr Sturm nimmt sich dem bekannten Problem an.
Ende der Veranstaltung: 21.45 Uhr
Schriftführerin: Manuela Richter

Bürgerversammlung Ettringen 09.07.2019