Erste urkundliche Erwähnung Ettringen

Postkartenansicht Ettringen

Transkription

In nomine Sanctissime et individuae Trinitatis.

Noverint omnes Christi fideles tam futuri quam presentes qualiter secundus Hainricus augustensis ecclesiae Episcopus praedium tale, quale in Aigislinga acquisivit. per manum nobilis cuijusdam Sigebhotonis ad altare sanctae Mariae in oblationem Canonicorum pro annonae, fratemitatisque pactione sine omne contradictione contradidit. Insuperque die eodem, quidquid in tempore episcopatus suae(i) (1047-56) sub eude.. sdui ne ad ecc tam delegatum fuerint, et deinceps fuerit in potestatem fratrum ad eundem usum remisit. Et ut haec concessionis suae gratia stabi lis et inconsulta (inconvulsa) permaneat, praesul idem benevolus sub chartae huijus testimonio eandem confirmari constituit, hobarumque traditarum summam colligere praecepit, quarum infra numerus est descriptus.

In Eringesinga hobae III
In I tenebuntm
In Eigislinga hobae II [Rasur]
In Gersthova hoba I
In Loubon, hoba dimidia
In Popinga II hoba et dimida
In Affetrah hoba II
In Purron, hoba dimidia
In Pitengowa hoba I
In Scuzzecgovua I hoba
In Grunuvua(Grunua) Hoba I
In Stocheim hoba I
In Stubon hoba I
In Heicperc hoba I
In Bonestete hoba I
In Steindorf hoba II
In Holzefuuanc
In Segeluva cum parte ecclesiae, h I
In Ysenhova Hoba II
In Grabon hobae II cum Una h qm praepositus habet & dim ecclesia
In heseltuuang hobae II
In Wartolfestette hobae dimidia cum silva
Una h quam habet Diemar pro octo solidis
In Otringa predium a duce Welf traditum
Una hoba quam Rutpertus de Yrsina tradidit in Haselach

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Urkunde

Übersetzung

Es sollen alle Christen, sowohl die Zukünftigen als auch die Gegenwärtigen, wissen, daß Bischof Heinrich II. von Augsburg ein gewisses Gut in Aislingen erworben und es durch die Hand des Edelfreien Sigepoto dem Altar der Hl. Maria (Dom zu Augsburg) übergeben hat, und zwar zur Nutzung für die Kanoniker unter Ausbedingung einer Pfründe und Gebetsverbrüderung. Darüber hinaus überläßt er am gleichen Tag alles, was während seiner Amtszeit unter der gleichen Bedingung für die Kirche erworben worden ist oder noch werden wird der Verfügungsgewalt und dem Nießbrauch der Kanoniker. Und damit diese Gnade des Bischofs beständig und unverändert bleibe, hat der Wohltäter festgesetzt, daß dieselbe Gnade mit dem Zeugnis einer Urkunde bekräftigt wird, und er hat erlaubt, daß die geschenkten Hufen- mitaufgeführt werden

[Die Liste der übertragenen Güter]
In Eigislingen In Lauben 1/2 Hufe
1/2 Hufe in Purron [Ettenbeuren?]
1 Hufe in Gronoua [Grünhöfe, Lkr. Günzburg?]
1 Hufe in Gershoua [Gersthofen]
3 Hufen in Eringesinga [Aresing, Lkr. Schrobenhausen]
1 Hufe mit dem Anteil der Kirche ins Segeloua [Seglohe, Lkr. Donau-Ries]
1 Hufe, die der Dompropst für einen Denar besitzt
1 Hufe, die der Diemar für 8 Schillinge besitzt
1 Hufe in Haselach [Haslach] die Ropert von Ursina übergeben hat.
1 Hufe in Tunnebunt [abgegangener (verschwundener) Ort bei Dasing ]
2 1/2 Hufen in Popinga [Bobingen]
1 Hufe in Pitengouua [Peiting, Lkr. Schongau]
1 Hufe in Stocheim [Stockheim]
1 Hufe in Heicperg [Heimberg, Lkr. Augsburg]
2 Hufen in Steindorf [Lkr. Fürstenfeldbruck]
1 Hufe in Heselivanc [ Höselwang Flurname bei Mindelheim]
1/2 Hufe mit Wald in Waitolfestete [Wortelstetten ?]
1 Gut in Otringa, [Ettringen] das Herzog Weif übergab
2 Hufen in Affeltrah [Apfeltrach]
1 Hufe in Scvzzergovua [Kutzenhausen oder Kitzighofen]
1 Hufe in StuobonIabgegangener Ort, Lkr. Burgau]
1 Hufe in Holzeswanc [Holzschang, Lkr. Neu – Ulm]
2 Hufen und die Kirche in Grabon [Graben]

Erste urkundliche Erwähnung Siebnach

Postkartenansicht Siebnach

Transkription

( . ) Castrum quoddam in Sibeneich a praedonibus constructum ab antistite Sigefrido et a duce Friderico et comite Ratpotone, deo donante, sine dampno suorum 6. id. Aug. incensum est atque destructum. Plurimi ex ad versariis igne sunt consumpti, plures occisi aliqui in custodiam et in vincula sunt traditi. (…)

Übersetzung

(…) 1083. Während der König in Italien verweilt, geschehen durch ganz Schwaben von beiden Seiten Brandstiftungen, Mordtaten und Plünderungen; viele Ortschaften mit ihren Kirchen werden eingeäschert. Der König, zwei Jahre durch List und Verzögerung hingehalten, zieht vor Rom und belagert dasselbe. Die Römer durch Ztxeden und Vorspiegelung betrogen, machen einen Ausfall und wagen den Kampf, werden aber schnell durch Fügung Gottes vom königlichen Heer teils durch das  Schwert, teils durch die Pferde niedergeworfen, teils gingen sie im Fluß unter und indem nur wenige entkommen, werden einige gefangen, andere getötet. Der König zieht sogar in Rom ein, besucht in aller Demut und Andacht die Schwellen der  Apostel und setzt den schon vorher erhobenen Wicpert am Vorabend des  Apostelfestes (28. Juni) auf den apostolischen Stuhl. Eine gewisse Burg in  Sibeneich von Räubern aufgerichtet, wird von Bischof Sigefrid, dem Herzog Friderich und dem Grafen Ratpoto am 08. August angezündet und zerstört. Sehr viele der Gegner kamen im Feuer um, mehere wurden getötet, einige in Kerker und Bande geworfen. Magister Heinrich, ein Kanoniker aus Augsburg, mit Bischof Wigold vertrieben, stirbt und wird begraben im Kloster des heiligen Magnus. (…)

Urkunde

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Erste urkundliche Erwähnung Traunrieds

Postkartenansicht Traunried

Transkription

In nomine domini, Amen. Nos Hainricus de Mindelberch omnibus Christi fidelibus presentes intuentibus salutem et notitiam subscriptorum. Temporalis successus perimit gesta fidelium, nisi firmo vallentur amminiculo litterarum. Huius rei gratia nosse volumus universos, quod nos curiam unam predii nostri in T r a w n r i e h t, quod ad nostros procedessores de Mindelberch pertinuit ab antiquo, tam ex debiti onere, quam honeste sue, Domini Wernhardi de Hurenberch petitionis ob instantiam, monasterio Sancti Johannis in Steingadim iure domini nec non cum proprietatis titulo, quod nobis competebat, de eadem tradidimus perpetuo ad fruendum. In cuius rei testimonium conscribi presentes volumus et sigilli nostri karactere comuniri. Datum Mindelhain, anno domini MCC LXXXII in vigilia Sancti Andree Apostoli

Urkunde

Übersetzung

Im Namen des Herrn, so sei es. Wir, Heinrich von Mindelberg grüßen alle  Christgläubigen und tun folgendes kund. Der Fortgang der Zeit hebt die Taten der  Getreuen auf, wenn sie nicht durch die Schrift bewahrt werden. Daher wollen wir  allen verkünden, daß wir einen Hof unseres Besitztums in Traunried, welcher schon  seit alters her unseren Ahnen von Mindelberg gehörte, sowohl aus einer  Schuldverpflichtung als auch aufgrund der unmittelbaren Bitte des ehrenhaften  Herrn Wernhard von Hürnbach dem Kloster des Heiligen Johannes in Steingaden nach Herrenrecht nicht nur als Eigentum soweit es uns angeht, sondern auch zum  ewigen Nießbrauch übergeben haben.

Zur Bekräftigung dieser Sache wollen wir als Anwesende Zeugnis ablegen und es besiegeln. Gegeben zu Mindelheim im Jahre des Herrn 1282 am Tag vor St. Andreas des Apostels (29.11)

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